Deutsche Alternativen zu Smugmug, Zenfolio und Photoshelter

Smugmug, Zenfolio und Photoshelter sind bekannte Namen im Bereich Webseiten und Onlineshops für Fotografen. Aber sind diese Anbieter wirklich für den deutschen Markt geeignet? In diesem Artikel möchte ich diese Fragestellung klären sowie die deutschen Alternativen zu Smugmug & Co. genauer unter die Lupe nehmen.

Die Story von Smugmug & Co.

Smugmug ist der Urvater von Shopsystemen für Fotografen und wurde 2002 in den USA als „Digital Photo Sharing Website“ gegründet. Der Leistungsumfang von Smugmug wurde im Laufe der Zeit um eine Shopfunktion ergänzt, sodass es nun möglich ist die Bilder über integrierte Fotolabore direkt zu bestellen. Inzwischen gibt es auf dem amerikanischen Markt mehrere solcher Anbieter, die sich bei dem harten Kampf, um die Gunst der Fotografen behauptet haben, nämlich Zenfolio und Photoshelter. Obwohl diese Dienstleister ein sehr ausgereiftes Produkt für den Fotoverkauf anbieten, sind diese für den deutschen Markt jedoch nicht ohne größere Probleme einsetzbar. Zum Beispiel hat Smugmug und Zenfolio keine deutschen Fotolabore als Printpartner integriert. Dadurch entstehen erhöhte Lieferzeiten und -kosten bei der Produktion. Und falls es zu Problemen bei Bestellungen oder der Einrichtung des Shops kommt, gibt es leider nur einen englischsprachigen Support.

Auf der Suche nach deutschen Alternativen

Deshalb habe ich mich auf die Suche gemacht und nach deutschen Alternativen zu Smugmug und Co. Ausschau gehalten. Die Anforderungen waren hoch, schließlich hat die amerikanische Konkurrenz einiges zu bieten. Unser deutsches System sollte also folgende Kriterien erfüllen:

  • Qualitativ hochwertige und vor allem in Deutschland lokalisierte Fotolabore als Printpartner
  • Deutschsprachiges Menü zum Einrichten meiner Webseite und Onlineshop
  • Deutschsprachiger und erreichbarer Support
  • Einfache Handhabung und Einrichtung der Webseite (ohne Programmierkenntnisse)
  • übersichtliche Darstellung meiner Bilder in Galerien, sortiert nach Themen, Events oder Kunden
  • Möglichkeit einzelne Onlinealben durch Passwörter zu schützen
  • Möglichkeit Bilder als Download oder Produkt (Abzug, Poster, Acryl-Glas, etc.) anzubieten
  • Produkte und Preise selbst bestimmen

Nach einiger Zeit bin ich schließlich fündig geworden. Von den drei großen Anbietern in Deutschland fotograf.de, fotoportopro.de und bytepix.de hat sich nach einigem Vergleichen fotograf.de als einziger Anbieter herausgestellt, der alle oben genannten Kriterien erfüllt.

fotograf.de als deutsches Pendant zu Smugmug, Zenfolio und Photoshelter

Ich starte mit dem für mich wichtigsten Kriterium: ein direkt angebundenes, qualitativ hochwertiges und in Deutschland lokalisiertes Fotolabor zum Verkauf von Fotos. Hiervon bietet fotograf.de gleich fünf davon. Die integrierten Partner sind WhiteWall, FujiFilm, PosterXXL, DPL und xPressLab. Welches Labor man wählt ist natürlich Geschmacksache, aber da ich schon seit einigen Jahren Stammkunde bei WhiteWall für große Prints bin, fiel mir die Wahl einfach. Die Qualität der Produkte kann ich nicht von allen Laboren beurteilen, da ich von den integrierten Laboren bisher nur WhiteWall benutzt habe, aber mein anfängliches Kriterium ist trotzdem erfüllt.

Nun zu den weiteren Punkten: fotograf.de besitzt als Smugmug-Alternative eine deutsche Benutzer-Oberfläche zum Einrichten der Webseite. Zudem hat mich der deutschsprachige Support tatkräftig bei meinen kleineren Problemchen unterstützt.

Die einzelnen Onlinealben kann ich bei fotograf.de mit einem Passwort schützen. Man hat ebenfalls die Möglichkeit Unterordner zu erstellen und Passwörter hierfür zu definieren. Sehr praktisch für Leute, die viel fotografieren und dementsprechend viele Bilder auf ihrer Seite haben. Die übersichtliche Darstellung ist damit also zufriedenstellend erfüllt.

Nun zu den Produkten: die Liste der Produkte ist lang. Sie reicht von Leinwänden, Acryl-Glas Drucken über Poster und Fine Art Prints bis hinzu den klassischen Abzügen. Allerdings ist die Darstellung im Administrationsmenü ein wenig unübersichtlich, da jedes Produkt in allen verfügbaren Größen aufgelistet wird. Die einzelnen Onlinealben müssen vor dem Verkauf einem Preisprofil zugeordnet werden. Diese Preisprofile können individuell erstellt werden, indem die Produkte und die zugehörigen Preise hinzugefügt werden. Hier kann ich auch das Produkt „Download“ auswählen und einen Preis dafür definieren. Etwas umständlich, aber funktioniert einwandfrei.

Nun noch zu einem kleinen Extra, welches kein mir bekannter Anbieter im Repertoir hat: Und zwar gibt es bei fotograf.de das sogenannte QR-Tagging. Damit können Bilder einzelnen Personen zugeordnet werden. Ziemlich praktisch für Schul- und Kindergartenfotografen, aber auch für alle Event- und Peoplefotografen.

Fazit

Mit fotograf.de (Funktionsübersicht) gibt es, abgesehen von einigen Kleinigkeiten, nun endlich einen ebenbürtige deutschsprachige Alternative zu Smugmug, Zenfolio und Photoshelter.

In den nächsten Wochen wird ein Anschlussartikel zu diesem veröffentlicht werden, indem die dann der deutsche Markt noch einmal genauer beleuchtet werden soll.

Ich freue mich natürlich wie immer über eure Meinungen oder Erfahrungen zu diesem Thema!

4 Antworten auf „Deutsche Alternativen zu Smugmug, Zenfolio und Photoshelter“

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